Blick nach vorn in Skepsis

Das Podium ist eine 1970 gegründete österreichische Literaturvereinigung, die eine gleichnamige Zeitschrift herausgibt. Darüber hinaus hat es mit den Editionen Neue Lyrik aus Österreich und Podium Porträt die umfangreichste Lyrikbibliothek in der Geschichte des Landes zusammengestellt.

Welt im Wandel ist der Titel des im April erschienenen Heftes 215/216:

“Es ist ein Thema, das sich in seiner Komplexität schwer in einzelnen Beiträgen umfassend behandeln lässt. Umso mehr freut es mich, dass die eingesandten literarischen Texte – Essays, Lyrik- und Prosabeiträge –, in Puzzleteilen zusammengefügt ein spannendes Bild unterschiedlicher Aspekte dieser Welt im Wandel ergeben”, schreibt die Herausgeberin Patricia Brooks.

Gleich zwei Beiträge beschäftigen sich mit Politik vom rechten Rand, die in Österreich vor allem – und leider nicht ausschließlich – von der FPÖ betrieben wird, die in fünf von neuen Landesregierungen sitzt. Florian Dietmaier beschäftigt sich mit vergessenen – oder verdrängten – zeitgeschichtlichen Ereignissen in der Steiermark. Dort hat Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) vor kurzem das unabhängige Kulturkuratorium, das Förderanträge prüft und Empfehlungen ausspricht, zu einem Gremium von Parteigängern umgebaut. Mit von der Partie ist Franz Koiner vom rechtsextremen Grazer Ares Verlag.

Gerhard Ruiss bietet in seinem Essay eine Tour d’Horizon zu der zur Zeit erfolgreichen Strategie der Realitätsverweigerung von Niederösterreich über Syrien bis zu den USA. Bettina Balàka lenkt den Blick auf die Kombination von Irrsinn und Ökonomie beim Umgang mit Zuchttieren, Peter Paul Wiplinger lenkt den Blick auf die Perspektiven der Kinder, und Erika Kronabitter fordert vom Publikum “einen ersten, kleinen Schritt”.

Die Autorinnen und Autoren

Erika Kronabitter, Evelyn Bubich, Sylvia Unterrader, Annett Krendlesberger, Gerhard Ruiss, Fritz Peter Kirsch, Susanne Sophie Schmalwieser, Stella Nyanzi, Sarita Jenamani, Susanne Ayoub, Bettina Balàka, Florian Dietmaier, Monika Vasik, Isabella Feimer, Marlen Schachinger-Pusiol, Sabine Dengscherz, Heinz Pusitz, Sofie Morin, Crispin Scholz, Thomas Ballhausen, Waltraud Haas, Gerald Jatzek, Bülent Kacan, Peter Paul Wiplinger, Helmuth A. Niederle, Wolfgang Kauer, Stephan Eibel, Bernhard Kaute.

Das Heft

Das Podium 215/216 – Welt im Wandel, Neulengbach und Wien 2025, Bezug über die Website

Covers der Literaturzeitschrift Podium auf mailyour.art
Ausgaben der Literaturzeitschrift Podium

Demokratie unter Druck

In der Zeit von Trump, Meloni, Orbán, Fico & Co. wird engagierte Druckgrafik gesucht

Die Erde ist eine Scheibe, meldete der Satellit und sein Besitzer entschwand ins Exil am Mars. Ein Witz, der wahr recht schön wäre, kämen sie nicht wieder: die Technofaschistoiden, Diktatoren und verrückten Präsidenten. Weltweit, so zeigt der Index der britischen Zeitschrift Economist, sind demokratische Strukturen in Gefahr.

Gedanken über die Demokratie macht sich auch das “Atelier für
Druckgrafik
” in Hall in Tirol. In Kooperation mit dem Stadtmuseum Hall rufen sie Druckgrafiker:innen aus aller Welt auf, beim Nachdenken mitzumachen und die Ideen druckgraphisch umzusetzen.

Tiefdruck mit Tiefgang

Ein Kompendium zum Thema

Die Ausschreibung

1. Teilnahme

  • Einsendung: Bis 31.7.2025 00:00 MEZ an miniprint-hallintirol@unterdruck.net
    Technik: Hochdruck, Tiefdruck, Flachdruck, Durchdruck/Siebdruck und Kombinationen davon. Digitale Techniken und Fotokopien werden nicht akzeptiert.
  • Format: Ausschließlich DIN A4 (210x297mm), wobei die Abmessung des Bildes egal ist, sofern 3 cm bis zum Blattrand frei bleiben.
  • Form: Foto der Originalgraphik, Format jpg, nicht größer als 2 MB
    Benennung der Datei: Land_Vorname_Nachname_Titel_Technik sollte in Englisch sein, zB. Austria_Maximiliana_Musterfrau_freedom of speech_etching
  • Anzahl der Beiträge: maximal drei.
  • Weitere Kriterien: Die Werke müssen im Zeitraum 2023 bis 2025 entstanden sein.

2. Auswahl

  • Die ausgewählten Künstler:innen werden per E-Mail benachrichtigt.
    Teilnahmegebühr: 35 € für das erste, 10 € jeweils für das zweite und dritte.
    Einsendung.
  • Originalwerke (ohne Passepartout) sind zu schicken an: Atelier für Druckgrafik, Erlerstraße 2, A-6060 Hall in Tirol, Österreich
  • Deadline: Einlangen der Werke bis 21.9.2025 00.00 MEZ.
  • Form: Vorderseite: Mit Bleistift: Signatur, Entstehungsjahr, Technik und Titel, Auflage.
  • Rückseite: Beschriftung mit Bleistift
    1.Land
    2.Vorname
    3.Nachname

3. Ausstellung und Katalog

Die Ausstellung wird am 28. November 2025 in Hall in Tirol eröffnet. Jede/r Teilnehmer:in erhält einen farbigen Katalog, die Exponate werden retourniert.

Links

Bildnachweis

Die Fotos stammen von Amnesty International und dem Atelier für
Druckgrafik in Hall. Die Collage hat Gerald Jatzek erstellt.

Das Europa der Schreibenden

1924 stirbt Franz Kafka in Kierling bei Wien, und niemand ahnt, dass er posthum als einer der wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts gelten würde. André Breton veröffentlicht das surrealistische Manifest. Johannes Mario Simmel, James Baldwin, Friederike Mayröcker und Siegfried Unseld werden geboren.

Und die Autorenvereinigung Die Kogge wird gegründet.

Anlässlich des Jubiläums ist nun ein Band mit dem schönen Titel Europas Stier ist die Sprache erschienen. Die Herausgeberinnen Malgorzata Płoszewska und Ursula Teicher-Maier betonen mit der kühnen Metapher, dass die Kogge in einer Zeit der wiedererweckten nationalen Narreteien unbeirrt zu ihrer europäischen Identität steht.

Dementsprechend finden Leser auch eine Reihe zweisprachiger Beiträge, etwa von Alessandra Brisotto (Italienisch), Pavel Novotný (Tschechisch), Dagmar Dusil (Rumänisch), Rodica Draghinescu (Französisch und Sándor Tatár (Ungarisch).

Malgorzata Płoszewska und Ursula Teicher-Maier (Hg.): Europas Stier ist die Sprache, Wydawnicwto Tadeusz Serocki, Pelplin, ISBN: 978-83-65913-44-9.

Mit Beiträgen von von Dato Barbakadse, Mark Behrens, Eva-Maria Berg, Susanne Brandt, Alessandra Brisotto, Ingo Cesaro, Manfred Chobot, Fritz Deppert, Rodica Draghincescu, Dagmar Dusil, Sybille Fritsch, Harald Gröhler, Ilse Hehn, Jürgen Jankofsky, Gerald Jatzek, Bernd Kebelmann, Tatjana Kuschtewskaja, Horst Landau, Dejun Liu [Wang Zang], Christoph Andreas Marx, Yoko Morgenstern, Hermine Navasardyan, Marcus Neuert, Heike F. M. Neumann, Wulf Noll, Pavel Novotný, Malgorzata Płoszewska, Heide Rieck, Renate Maria Riehemann, Uli Rothfuss, Annelise von Rudloff-Miglo, Andreas Rumler, Stephan Reimund Senge, Herbert Somplatzki, Friedrich-Wilhelm Steffen, Piotr Szczepański, Sándor Tatár, Ursula Teicher-Maier, Charlotte Ueckert, Martin A. Völker, Achim Wannicke, Myron Wojtowytsch und Barbara Zeizinger.

Das Bild

Das Bild im Seitenkopf zeigt Die Entführung der Europa, ca. 200 – 300, aus dem Libanesischen Nationalmuseum in Beirut, Libanon; Foto: Following Hadrian – CC 2.0

A Room full of Yellow

The French city of Valenciennes is located on the banks of the Scheldt river near the border between France and Belgium. It belongs to the region of Hauts-de-France (Upper France).

Yesterday, the opening of the exhibition C’est beau le jaune (Yellow is beautiful) took place in the central La Maison Des Associations. It was preceded by a call for mail art from the cultural association Le cahier allant vers, which resulted in a large international participation.

The Exhibition

Some of the works (photo: ©Le cahier allant vers.)

Maison des Associations
23-30.4. 2025
84, Faubourg de Paris -Valenciennes
Opening hours : 8:30-12:00 and 13:30-18:30

The Illustrations

At the top of the page you can see the official invitation to the exhibition and Gabriele Müller’s art print City Ghost. You can view a large version here.

Schrift und Kunst

Die Geste – Zeitschrift für Kalligrafie und Literatur

Silvio Colditz ist mit Sicherheit keiner, der sich nach den Vorgaben der Kulturindustrie richtet. Weder folgt er den Trends der Verlagsmultis zu immer einfacher gestrickten Texten, noch interessieren ihn die Kunstkritiker, die im Interesse internationaler Galerien Konzepte von Konzepten von möglichen Werken über den grünen Dollar loben.

Gabriel Wolkenfels: Leipzig [Vollansicht]

Der Mann schreibt. Und zwar nicht einfach, sondern doppelt: einmal als Autor und noch einmal als Schönschreiber. Die Kombination nutzt er aber nicht bloß für sich. Er stellt sie in Form der Zeitschrift Die Geste mannschaftsdienlich der zeitgenössischen Lyrik zur Verfügung, mittlerweile in der vierten Ausgabe. Die Titelblätter sind oben gesammelt.

Die Zeitschrift versteht sich als Druckausgabe der kalligrafischen Bibliothek der Poesie, in der jedes Gedicht schriftgrafisch umgesetzt ist. Dass Die Geste damit eine einzigartige Literaturzeitschrift ist, versteht sich von selbst.
Sie wird seit dem Sommer 2022 unregelmäßig im Format DIN A4 mit 60 bis 104 farbigen Seiten veröffentlicht, auf denen 40 bis 50 Gedichte von 25 bis 35 Autorinnen und Autoren in Wort und Schriftbild dargestellt werden.

Eben erschienen: Nummer 4

Gerald Jatzek: Bleiben Berge [Vollansicht]

Die eben erschienene Ausgabe 4 umfasst 84 farbige Seiten mit 39 Gedichten von Yana Arlt, Helmut Blepp, Michael Georg Bregel, Miriam Brümmer, Crauss, Matthias Engels, Klaus Gottheiner, Ulf Großmann, Dirk Uwe Hansen, Volha Hapeyeva, Marit Heuß, Gerald Jatzek, Paul Jeute, Sascha Kokot, Jan Kuhlbrodt, I. J. Melodia, Eline Menke, Bertram Reinecke, Patrick Schild, Sigune Schnabel, Mati Shemoelof, Christine Johanna Seidensticker, Moira Walsh, Jane Wels, Patrick Wilden, Gabriel Wolkenfeld und Anna Zepnick.

Die Geste

Zeitschrift, herausgegeben und kalligrafiert von Silvio Colditz, ISSN 2751-8841
Preis: 10 bis 15 € + Porto
Kontakt: Mail 

Live

Silvio Colditz begleitet von Ulrich Peeck (Jänner 2025)

Das ist doch der Gipfel …

Drei wichtige Berge gibt es auf der Welt. Den Kailash, den niemand besteigen darf, weil er mehreren Religionen als heilig gilt. Den Mount Everest, auf den Reinhold Messner ohne Sauerstoffmaske kletterte. Und den Geschriebenstein. Den hat Christoph Mandl vermutlich mit und ohne Sauerstoffmaske erklommen. Weiters auf einem Bein hüpfend, tanzend, rückwärtsgehend. u.s.w.

Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man die Fülle der Beobachtungen liest, die sein Buch über den Koloss des Günser Gebirges enthält. 884 Meter ragt er übrigens über das Burgenland. Der Geschriebenstein, nicht der Mandl.

Im Zentrum des Geschehens: der Berg

Burgenländisches Skispringen

Rund um den Berg blühen nicht nur Blumen und Bäume – und überraschenderweise auch Moorpflanzen – sondern auch seltsame Geschichten, hinter denen manchmal auch Wünsche stehen. So ist es nicht verwunderlich, dass Hexen angeblich junge Burschen zu Ausritten mitnahmen. Bei den Ottersagen liefert uns der Autor die Interpretation gleich mit.

Die Realität ist bisweilen nicht weniger fantastisch. Wer würde in Kőszeg, das 2 km von der Staatsgrenze entfernt liegt, eine Skisprungschanze vermuten. Für die internationale Karriere dürfte das Training dort aber nicht ausreichen. Bei den Olympischen Spielen sah man ungarische Springer zuletzt 1968.

Verdrängung und Friedensinitiative

Der Band beschäftigt sich natürlich nicht nur mit dem Gipfel, der Gegend und den Geschichten, sondern ausführlich mit den Bewohnern des Landes. Auch mit denen, die es nicht mehr oder nur in geringer Zahl gibt: Juden und Roma, die von den Nazi-Barbaren ermordet wurden.

Nach dem 2. Weltkrieg, erfahren wir, konnte der Teppich gar nicht groß genug sein, unter den man die Verbrechen kehrte. Etwa das Wirken des Tobias Portschy aus Unterschützen, bekannt als Verfasser einer Schrift, in der er Schulverbot, Zwangssterilisation und Arbeitslager für Roma und Sinti forderte. Dazu war er nach dem deutschen Einmarsch fünf Monate lang burgenländischer Landeshauptmann, anschließend stellvertretender Gauleiter der Steiermark und dekorierter SS-Oberführer. Nach dem Krieg wurde er nach zwei Jahren Gefängnis begnadigt, die Vorstrafe wurde tatsächlich getilgt. Mehr dazu findet man im Haus der Geschichte.

Burg Schlaining - Foto: Mandl
Burg Schlaining / Foto: Mandl [vergößern]

Zum Glück gab es auch Prominente, deren Wirken sich bis heute nachhaltig positiv auf das Land auswirkt, etwa den 2019 verstorbenen Gerald Mader, der als Kulturlandesrat wegen zu großer Eigenständigkeit geschasst wurde. Das stellte sich im Nachhinein als Glücksfall heraus:

Dass Gerald Mader mit viel Herzblut, persönlichem Einsatz und später auch mit Unterstützung aus Politik sowie Bevölkerung aus der Raubritterburg Schlaining das Friedensforschungsinstitut entwickeln konnte, ist eines der burgenländischen Wunder“, schreibt Mandl. Die intenational als Austrian Center for Peace Institution wurde sowohl von den Vereinten Nationen als auch von der UNESCO ausgezeichnet.

Der Platz ist gut gewählt, wird in der Umgebung doch so unterschiedliche Sprachen wie Deutsch, Kroatisch, Ungarisch und Romanes gesprochen, wozu noch Hianzisch (Heanzisch) kommt, ein südmittelbairischer Dialekt, der sich durch den Erhalt mittelhochdeutscher Vokale und Begriffe auszeichnet. Dazu kommen katholische und evangelische Pfarren, die sich mit der muttersprachlichen Zugehörigkeit oft aber keineswegs immer decken.

Über den Inhalt hinaus ist schließlich noch die Form des Bandes zu erwähnen. Da haben wir einerseits die Fülle von Fotos, deren Qualität durchaus zum Besuch der Landschaft motivieren kann. Dazu kommt der Stil, der sich wohltuend von vielen gutgemeinten Heimatbüchern unterscheidet. Immer wieder hat man das Gefühl, dass der Autor neben einem sitzt und seine Geschichten erzählt, nachdenklich oder ironisch, locker oder getragen, aber eben immer auf sein Publikum konzentriert. Und wenn er dann über ein “patschertes südburgenländisches Leben” schreibt, kommt auch der Schriftsteller Mandl zum Vorschein, der sich meistens hinter dem Journalisten versteckt.

Das Buch

Christoph Mandl: Geschriebenstein – Der Gipfel des Burgenlandes, 132 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Edition Winkler-Hermaden, ISBN: 978-3-9519762-8-0, 26,90 €
Bestellung im österreichischen Buchkatalog

Die Fotos

Die Fotos im Kopf der Seite zeigen die Aussichtswarte und das mächtige Gipfelkreuz (© Christoph Mandl). Sie lassen sich auch vergrößern.

Universal Mandalas

Mandalas are, without doubt, a powerful tool for introspection. Looking at these beautiful polysymmetric images can evoke associations that lead to unexpected insights.

By exploring the world of mandalas, we embark on a journey of personal and collective transformation, seeking meaning, peace and the full realization of our human potential,” says Jussara Maria Villasbôas de Andrade.

So far there is no information about a possible exhibition or catalog.

The Call: Mandalas and their Universes

address:
Jussara Maria Villasbôas de Andrade
Rua São Clemente 249 apt 602
Rio de Janeiro
Brasil
CEP: 22260-007

due date: 31.5.2025

Illustrations

Rubin Museum of Art (hyperallergic.com, Wikimedia), Lanty (Unsplash), Kimbell Art Museum (Wikimedia)

Typos – Druckkunst aus Österreich

Kunstdruck ist ein aufwendiges Verfahren, bei dem man sich die Hände schmutzig macht. Ist das noch notwendig, wenn man sich der KI-produzierten Bilder kaum erwehren kann? Ja, sagte sich ein halbes Dutzend Künstler und Künstlerinnen, die im Bereich der manuellen Drucktechniken tätig sind.

Sie schleppten Druckerpressen, Ätzwannen, Litho-Steine und alles was sonst in einer professionellen Druckwerkstatt gebraucht wird, in ein gemietetes, leerstehendes Bahnhofsgebäude. 2021 gründeten sie die kunst&DRUCKwerkstatt in Hausmening.

Ihr Ziel war nicht nur die eigene künstlerische Arbeit. Workshops für Erwachsene, Kinder und Jugendliche wurden und werden veranstaltet, immer mehr Drucker und Druckerinnen nutzen die Werkstatt für Hochdruck, Radierung, Lithographie, Siebdruck und experimentelle Drucktechniken. Ein größeres Publikum erreichten die Gründungsmitglieder mit dem ersten Symposium im Jahr 2022.

2024 gründeten die Mitglieder der Druckwerkstatt die Gruppe Typos mit Mitgliedern aus ganz Österreich.

Typos vielfältig

Jedes Druckverfahren bietet spezielle Möglichkeiten, hat aber auch seine Eigenheiten hat. Deshalb gibt es innerhalb der Gruppe Werkstättenleiter für einzelne Techniken:

  • Hochdruck: Leopold Schoder
  • Tiefdruck: Karlheinz Vinkov
  • Lithographische Techniken: Leopold Schoder und Johann Kreitler
  • Siebdruck: Susanne Schober

Typos aktiv

Ausstellung: Grenzenlos
Gemeinsame druckgraphische Ausstellung in der Galerie Kunst&Kultur im Brauhof
Brauhofstraße 6, 4644 Scharnstein
Vernissage am Montag, 19.5.2025, 19 Uhr

Druckgraphisches Symposium 2025
Das Symposium findet bereits zum dritten Mal statt. Diesmal lauet das Thema Wasser.
9.6. bis 4.7.2025
3363 Hausmening, kunst&DRUCKwerkstatt am Bahnhof

Typos Katalog als Download
Der aktuelle Katalog der vielfältigen Gruppe steht hier als PDF.

Typos finden

Bahnhof Ulmerfeld-Hausmening
Bahnhofstraße 22
3363 Hausmening

Abbildungen

Die Drucke im Kopf der Seite stammen von Kathi Erben und Johann Kreitler.

Blicke auf die Welt

Das Lyrikflugblatt 2025 ist erschienen

Die UNESCO hat im Jahr 2000 den 21. März zum Welttag der Poesie ausgerufen. Der Welttag soll an den Stellenwert der Poesie, an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern.

Wesentlich länger begeht jedoch die Literaturvereinigung Podium den Tag, indem sie ein Flugblatt mit zeitgenössischen Gedichten aus Österreich herausgibt. Heuer sind darauf 25 Texte versammelt, die trotz der gebotenen Kürze das Spektrum von der Innenschau über Naturgedichte und impressionistische Betrachtungen bis zum Aphorismus-Gedicht abdecken.

Die Beiträge stammen von Gerhard Altmann, Thomas Ballhausen, Manon Bauer, Timo Brandt, Patricia Brooks, Stephan Eibel, Isabella Feimer, Katharina J. Ferner, David Hoffmann, Semier Insayif, Gerhard Jaschke, Gerald Jatzek, Udo Kawasser, Daniela Kocmut, Frieda Paris, Mechthild Podzeit-Lütjen, Hanne Römer, Gerhard Ruíss, Siljarosa Schletterer, Sophia Lunra Schnack, Verena Stauffer, Michael Stavaric, Elke Steiner, Christian Teissi und Erwin Uhrmann.

Die Redaktion besorgte Evelyn Bubich.

Einzelne Flugblätter oder mehrere Exemplare als Klassenlektüre gibt es kostenlos beim Podium Online.

Fotocredits

Lies Thru a Lens – CC 2.0, Logan Campbell – CC 2.0, Destiny Deffo CC 4.0 (v.l.n.r.)

Vom Gestern zum Morgen

Ist ein Dialog über Jahrhunderte hinweg möglich? Angesichts des aufgeregten Geplappers in den – angeblich – sozialen Medien muss man skeptisch sein. Ein Buchprojekt aus Westfalen beweist jedoch: Es funktioniert.

Eingeladen waren deutschsprachige Schreibende, auf Texte aus dem Fundus der westfälischen Literatur zu reagieren. Darunter sind Klassiker wie Ferdinand Freilingraths Trotz alledem, Grabbes Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung oder Gedichte der Annette von Droste-Hülshoff, aber auch Texte von Georg Weerth, Maria Lenzen, Theodor Althaus, Jenny Aloni, und anderen.

Die Reaktionen sind äußerst vielfältig. Sie reichen von der Übernahme von Form und Inhalt über die Fortschreibung bis zum Widerspruch. So fragt etwa Rudolf Schimke Warum nicht Heine? Der zumindest im Ausland bekannteste deutsche Lyriker hätte uns viel mehr zu sagen, so Schimke, als viele andere Stimmen aus dem literarischen Kanon.

Michael Hellwig verkürzt 44 Zeilen von Elise von Hohenhausen (1789-1857) auf einen aphoristischen Fünfzeiler und führt damit die Verknappung der Sprache innerhalb von 200 Jahren vor Augen. Alfons Huckebrink schafft es, Freilingrath, Astrid Lindgren und die italienischen Linksradikalen der 1970er auf einer halben Seite ironisch zusammenzubringen. Und Heinrich Harts Verse an das kommende 20. Jahrhundert (“Und von Osten gen Westen fahren / Boten aller Völkerscharen”), stellt Gerald Jatzek ein Gespräch mit dem desillusionierten Jahrhundert gegenüber, einem Zeugen, “der keine Spuren hinterlässt”.

Michael Hellwig (Hg.): Zeitgrenzen aufbrechen, Rumpelstilzchen Literaturprojekt, Enger 2025, 330 Seiten, ISBN: 978-3-754356913, 16 €

  • online kaufen

Buchvorstellungen

Zeitenwende Literaturprojekt
Parallel zum Buch findet ein Ausstellung statt.

Freitag, 14.3.2025. 19:30: Gerbereimuseum
Hasenpatt 4, Enger
Tel. 05224/9774716

Sonntag, 16. März, 11.30 Uhr: Schule am Wall
Wall 4 (Eingang über den Hof)
Detmold

Sonntag 30. März, 11.30 Uhr: Universität Paderborn
Warburger Straße 100, Gebäude I, Ebene 1, Raum I 1.407
Paderborn

Samstag, 05. April, 16.00 Uhr: Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1
Oelde

Sonntag, 06. April, 14.30 Uhr: Trauzimmer in der Wilhelmsburg
Im Burgweiher 1]
Hilchenbach

Sonntag, 11. Mai, 11.00 Uhr: Peter Hilles Geburtshaus
Erwitzen 28
Nieheim-Erwitzen

Sonntag, 18. Mai, 15.00 Uhr: Weber-Haus
Weberplatz 1
Bad Driburg-Alhausen

Illustrationen: Buchcover; Residenzmuseum, Ansgar Hoffmann; a|w|sobott, André Sobott

Ancient & Contemporary Hope


Sowing of Hope – Demeter & Persephone is the title of a mail art call by the Greek Evia Arts Centre inviting artists to participate in an exhibition to be held in Greece and Switzerland.

The call is inspired by the ancient myth of Demeter and Persephone, the mother who lost her daughter to the underworld. Demeter, the Olympian goddess of agriculture, is so sad that she completely forgets her duties and causes a famine that will eventually wipe out the human race.

The Evia Arts Centre states:

“Artists are encouraged to create works expressing the anguish, anticipation, and call to action in the face of these global issues. Their pieces may explore themes of loss, the quest for solutions, or hope for sustainable agriculture and equitable food distribution.

Homeric Hymn to Demeter

I begin to sing of Demeter, the holy goddess with the beautiful hair.
And her daughter too. The one with the delicate ankles, whom Hades
seized. She was given away by Zeus, the loud-thunderer, the one who sees far and wide.
Demeter did not take part in this, she of the golden double-axe, she who glories in the harvest.
She was having a good time, along with the daughters of Okeanos, who wear their girdles slung low.
She was picking flowers: roses, crocus, and beautiful violets.

“The exhibition aims to be a platform for reflection and expression, encouraging artists to address the theme through contemporary art and highlighting the importance of caring for our planet.”

The terms and conditions are:

Exhibitions

  • Only works on paper (painting, drawing, printmaking, collage, photography, etc.) are accepted, without frames or glass.
  • Each artist may submit up to two works measuring 21×29.7 cm 8.3×11.7 inches (A4).
    • Artists can decorate the envelope, which will also be on display.
  • The works must be signed by the artist and will be published unless they contain offensive content.
  • Artists must clearly include their name and email address on the back of the artwork.
  • No entry fee. No jury. No sale.
  • No return of artworks; all submissions will become part of the permanent collection of the Evia Arts Centre.
  • Deadline: May 16, 2025

Evmorfia Ghika Rachouti and Fedra Rachouti will curate an exhibition in Greece in 2025 and in Switzerland in 2026.

The illustration: Demeter rejoiced, for her daughter was by her side (detail) by Walter Crane, public domain

Yellow is Beautiful

Yellow is the theme of a call for mail art from France.

The deadline for entries is March 31.

The required dimensions are 150 x 200 mm (5.9 x 7.9 in), but we think standard A5 (148 x 210 mm) will be fine.

Maison des associations Valenciennes
29 Avenue Faidherbe
59300 Valenciennes
France

An exhibition of the submitted works will take place on April 25, 2025.

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The title graphic uses the painting Impression lll (Concert) by Wassily Kandinsky (1866-1944), which belongs to the collection of the Lenbachhaus in Munich.

Der Tag der Schwarzen Kunst

Besuchen Sie die zeitgenössische Radierung

Am 15. März 2018 wurden die traditionellen Drucktechniken in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission eingetragen. Aber auch die österreichischen Fans des Tiefdrucks haben Grund zum Feiern: Auf Betreiben von Ludwig Ortner, dem Leiter der Druckwerkstatt und Galerie Scheinhaus, zog die UNESCO-Kommission Wien im Jahr 2021 nach.

Seither ist das Haus im oberösterreichischen Ort Gaspoltshofen offiziell ein Kulturträger und darf sich mit gutem Recht Nährboden zeitgenössischer Radierung nennen. Hier finden laufend Ausstellungen und Kurse rund ums Radieren statt. Namhafte Künstler, wie Markus Daniel und Rudi Hörschläger, geben in Wochenkursen ihr Wissen weiter.

Die Radierung

Die Radierung bezeichnet ein Tiefdruckverfahren der künstlerischen Druckgrafik, bei dem die Zeichnung mit einer Radiernadel oder einem ähnlichen Werkzeug auf einer Druckplatte ausgeführt wird. Grundsätzlich wird zwischen Kaltnadel- und Ätzradierung unterschieden. Dazwischen haben sich vielfältige Mischformen entwickelt.

Eine der berühmtesten Druckgrafiken aller Zeiten: Die Radierung Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer
von Francisco de Goya (1746-1828). [→ Vollansicht]

  • Kaltnadelradierung: Die Vorlage wird mit einer schweren Stahlnadel in die Druckplatte geritzt. Das entfernte Material bildet zu beiden Seiten der Linie eine feine Erhöhung, den Grat. Da für die Arbeit im Metall ein größerer Kraftaufwand notwendig ist, werden die Linien nicht so fein wie bei der Ätzradierung..
    • Auf die Platte wird die Druckfarbe aufgetragen und anschließend wieder flach abgewischt. Dabei bleibt auch im Grat Farbe übrig.
    • Für die Kaltnadelradierung werden keine Chemikalien benötigt. Aufgrund der mitgedruckten Farbe auf dem Grat Linien erscheinen Linien im Druck weniger scharf – oder malerischer – als bei der Ätzradierung.
  • Ätzradierung: Eine Aluminium-, Zink- oder Kupferplatte wird beidseitig mit einer säurefesten Schicht aus Asphaltlack oder Wachs und Harz überzogen, dem Ätzgrund.
    • In die säurebeständige Schicht wird die Zeichnung spiegelverkehrt mit einer Radiernadel eingeritzt.
    • Anschließend kommt die Platte in ein Säurebad (meist Eisenchlorid), bei dem die Säure auf die eingeritzten Stellen wirkt. Je länger umso tiefer die Linie, bzw. Fläche.
    • Nach der Ätzung wird die Platte mit einem Lösungsmittel gereinigt. Anschließend wird die Farbe aufgetragen und mit Zeitungspapier flach abgewischt. Somit wird nur die in den Fugen verbleibende Farbe gedruckt.

Diese kurze Erklärung lässt natürlich viele Fragen offen. Die Antworten finden man am 15. und 16. März im Umfeld von Gaspoltshofen. An diesen Tagen finden sich im Scheinhaus Künstler und Künstlerinnen zum fröhlichen Schaudrucken ein und geben Einblick in den Arbeitsprozess des Radierens.

Adressen & Links

Weitere Informationen

Zum Bild: Ausstellung im Scheinhaus am 07.10.2023 (Foto: Gerald Jatzek)

Der Typograf als Drucker …

… und der Organisator als Layouter

Lutz Anders hat eine Neujahrskarte geschickt, einen Druck (s.o. rechts), und damit sind wir schon mitten drin in den Anmerkungen über den Künstler, Handwerker und Organisator aus Berlin.

Update: Lutz Anders ist am 15.4.2026 gestorben: Link

In der Mail-Art-Szene kennt man ihn vor allem als vorbildlichen Organisator von Aufrufen zu Themen wie 1945 – End of World War II (2020), Remember the Future (2021), Life is a Cabaret (2022), Hommage to Picasso (2023) und Dreamland (2024). Er organisiert nicht nur die Ausstellungen, sondern stellt auch mit viel Liebe – und Zeitaufwand – Kataloge zusammen, sei es als Broschüren oder als Kalender.

Bewerbung der Ausstellung im Berliner Kunstraum Reuter (2022)

Das wiederum erfordert Kompetenzen, die aus seinem ursprünglichen Beruf als Typograf stammen, den er seit 1975 bebrieft und besiegelt – und hoffentlich auch gegautscht – ausüben darf.

Kunstraum Reuters 2021

Damit man sich den Aufwand vorstellen kann, hier ein Zitat aus dem Neuköllner Facetten-Magazin:

“Die wohl ungewöhnlichste Einsendung war 2023 ein frankiertes Stück Holz, das Simon Warren aus Großbritannien mit der Post gesendet  hatte. Jüngster Teilnehmer war ein elfjähriger Schüler aus Berlin, der auf einer Karte an Lutz Anders das Bild einer weißen Taube auf blauem Grund geschickt hatte. Insgesamt nahmen 304 Personen aus 43 Ländern in Amerika, Asien, Australien und Europa mit 421 Beiträgen am Mail Art Projekt teil.”

2024 überraschte Anders die teilnehmenden Künstler mit Briefmarken, die er nach ihren Bildern fertigte und in die Kuverts mit den Katalogen steckte.

Kunst & Druck

Frühe Boston-Tiegelpresse (© LWL-Freilichtmuseum Hagen, Foto: Heike Wippermann)

Seit 1976 produziert Lutz Anders auch seine eigene Kunst, Grafiken, Collagen und Montagen, die er freilich sehr bescheiden präsentiert.

Dazu kamen ab den 1990ern, naheliegend, typografische Arbeiten und Druckgrafiken, die er auf der 1850 entwickelten handbetriebenen Boston-Tiegelpresse druckt.

2023 zeigte er ein Dutzend Linolschnitte von lokalen Gebäuden in Neukölln. 2024 präsentierte die Raamgalerie De Prachtvink das Projekt Nagelsalon des kunstenaars uit Berlijn (Künstlers aus Berlin) im niederländischen Groningen.

Lutz Anders: Der Pilz in Neukölln [vergrößern]

2024 zeigte er Drucke von historisch interessanten Gebäuden aus Neukölln und andere Arbeiten. Im Gegensatz zur Idealisierung – und dem damit einhergehenden Fetischcharakter – von Kunst, wurde dabei der handwerkliche Aspekt betont. Im Rahmen der Ausstellung konnte man Anders bei der Herstellung von Linolschnitten beobachten.

Ausschreibung

Falls die eine oder der andere daran denken, selbst bei einer Ausstellung mitzumachen, folgt die aktuelle Ausschreibung:

Change / Veränderung
Einsendeschluss: 25. Juni 2025
Ausstellung: 1.-30-9.2025
Adresse: Lutz Anders, Mareschstr. 16, 12055 Berlin, Deutschland
Maße: maximal 148 x 210 mm (A4)

Links

Double Feature Art Show

Ruth Wolf-Rehfeldt & Vincent Trasov in Berlin

The Berlin gallery ChertLüdde has organized an exhibition with works by Ruth Wolf-Rehfeldt (1932–2024) and Vincent Trasov (*1947).

 In the end something begins with us is an exhibition that explores the early paintings of Ruth Wolf-Rehfeldt. Spanning three decades of her work, the show examines her artistic development from the 1960s to the fall of the Berlin Wall (1989), after which she ceased producing art.

Mail Art as an Hommage

Ruth Wolf-Rehfeld’s tile mosaic on the side external staircase of the museum Das Minsk in Potsdam. photo: ©Artessa / CC 4.0

To commemorate the first anniversary of the artist’s death on February 26, 2024, the exhibition will feature Divided Planet (1970/2024), a public artwork displayed in the light box above the gallery entrance.

Additionally, responses to the gallery’s mail art call, inspired by the original typewritten artwork, will be showcased through a special presentation in the gallery’s bookstore.

Aleatoric Art

Berliner Bilder
Vincent Trasov’s book Berliner Bilder is available at Chert Lübbe.

Controlling Chaos, the second exhibition, presents historic works of Canadian artist Vincent Trasov . Two series dominate the show:

The first is his process paintings; for these, he set snow-covered canvases ablaze, creating dynamic interactions between construction and destruction. As vibrant banners created through a mix of ritual and play, they transform raw elements into bold geometric forms.

Alongside these are his heat-treated text works on paper, displaying the Vincent Trasov’s fascination with ephemerality. Words like BOY, JUNGE and GARÇON, each with its own linguistic connotations, reverberate across chemically processed scrap paper in the series Boys’ Choir (1984).

The Exhibition

ChertLüdde
Hauptstrasse 18
10827 Berlin
11 January – 22 February 2025
Tuesday – Saturday, 12:00 – 18:00

Your Vision of a bright Future


The Northern Kentucky University has launched an open call for mail art with the theme My Own Utopia:

If you could create a perfect Utopia, what would it look like?

All work must be original and no larger than 10′ × 10″ × 10″ (25,4 cm × 25,4 cm × 25,4 cm). This can include anything that can be mailed, including postcards, zines, stickers, stamps, comics, cartoons, paintings, drawings, art prints, collages, sculptures, etc.

Entries should be appropriate for all ages.

Hopefully the artists’ visions of the future are more positive than H.G. Wells’ utopia.

Mail art should be sent to:

ATTN: Paige Wideman, Gallery Director
NKU, School of the Arts
1 Louie B. Nunn Drive, FA 327
Highland Heights, KY 40199
USA

All submissions must be postmarked no later than Friday, February 14, 2025.

Exhibitions

The works will be shown in the NKU’s art gallery. Furthermore, there will be a virtual exhibition on the university’s website.

Board Games Art

Dice Portugal is an ongoing call for mail art with the theme board games. They are looking for postcard-sized works in any possible technique [ more].

While entries are still coming in, the organizers Fernando and Maria João have already created an online presentation. The collection is constantly being expanded and the two are considering a real world exhibition at a board game event in Portugal.

At the top of the page you can see the contributions of Uwe Höfig, Mzia Valerian, and Serse Luigetti.

Kollektive Kunst

Juan Petry, in Köln geboren, lebt heute im spanischen Cervera del Maestre, etwa in der Mitte zwischen Tarragona und Valencia in der Provinz Castelló. In dem Dorf mit 600 Einwohnern betreibt er die Casa del Dragon, eine Begegnungsstätte für zeitgenössische Kunstschaffende mit einer Galerie und einem Skulpturengarten.

Petry, der sich als “Konzeptkünstler zwischen Beuys und Warhol” definiert entwickelt immer wieder Projekte mit partizipativer Kunst*) in unterschiedlichen Bereichen wie Film, Theater und bildende Kunst. Deshalb hat er nicht nur einen Umschlag mit mehreren Arbeiten geschickt, sondern auch eine Einladung:

artists’ stamp

Die von Petry angestoßene Mail-Art-Initiative social dada richtet sich weltweit an Kreative. Das Prinzip ist einfach: Die Empfänger von vier Stempeldrucken bearbeiten diese und senden einen davon an das Museum of Modern Art (MoMA) in New York (4). Zwei gehen zurück an Petry (, 3) und einer bleibt im Besitz der Künstler (1). Die Lösungen von mailyour.art sieht man oben.

Den aktuellen Stand kann man auf der Website des Projekts verfolgen.

Links

*)Der Begriff Partizipation [Participatio (lat.), aus pars (Teil) und capere (ergreifen, aneignen, fangen)] bezeichnet in der Kunst die Teilhabe, Beteiligung oder Mitgestaltung der Rezipienten an einer künstlerischen Arbeit. Bei der künstlerischen Arbeit kann es sich sowohl um eine Arbeit aus den Gattungen der bildenden Künste, der darstellenden Künste, der Musik, der Literatur oder auch des Films handeln. Der Begriff Partizipation bezieht sich auf Teilhabe aus zwei verschiedenen Blickwinkeln, von Seiten der Künstler und aus der Sicht des Publikums. Dabei differenziert sich die Teilhabe in verschiedene Grade sowohl unter Künstlern als auch beim Publikum. Denn auch das Publikum ist nicht als eine homogene Gruppe zu verstehen, sondern teilt sich in einzelne Rezipienten, deren Wahrnehmungen sich unterscheiden und die dadurch auf verschiedene Weise partizipieren. (Quelle: Wikipedia)