Eine Ausstellung würdigt Karla Sachses Sprachräume
Karla Sachse hat ihre künstlerische Tätigkeit im Ost-Berlin der 1970er- und 1980er-Jahre begonnen. Schwerpunkte waren von Anfang an Kollaborationen, auch im Bereich der Mail Art, und die Auseinandersetzung mit Schriftzeichen, vor allem in Hinblick auf ihre Bildhaftigkeit, bekannt unter dem Begriff visuelle Poesie.

Seit 1990 verlagert Karla Sachse ihre Tätigkeit immer wieder in den öffentlichen Raum. So befestigte sie am Haus 3 des Bezirksamts Pankow ihre Denkzeichen. Sie stellen Fragen zu der Haftstätte der sowjetischen Geheimdienste und des Ministeriums für Staatssicherheit, die hier von 1945 bis 1956 existierte .
Die Ausstellung ist in vier Räume gegliedert:
- Raum eins zeigt Verbindungen zwischen Menschen und in die Welt, die durch die Post und das Mail-Art-Netz gespeist werden oder aus der Vorstellung entstanden sind.
- Raum zwei ist Verdichtungen gewidmet, seien es Gedichte oder materialisierte Sprache..
- Raum dient der Erinnerung abseits der ununterbrochenen Informationsströme.
- Im Raum vier sind Drehungen und Wendungen vor, in und nach der Zeit des Aufbruchs aus einem verkrusteten System zu sehen und Umbrüche in eine Welt kommerzieller Zeichensprache.
Ausstellung
Visuelle Poesie | Sprachräume | 1975–2025
Galerie Pankow
Breite Straße 8
13187 Berlin
9. Juli bis 24. August 2025
Vortrag
Karla Sachse: Gedichte für die Augen? Visuelle Poesie in Vergangenheit und Gegenwart
Donnerstag, 07.August 2025, 19 Uhr